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Informatik und Ethik

Prof. (apl) Dr. Beate Bollig

Wintersemester 2021/22



Hinweise

Das Seminar ist eine reguläre Lehrveranstaltung in den Masterstudiengängen der Fakultät für Informatik. Studierende, die Interesse daran haben, sich die Veranstaltung im Bereich Informatik im Kontext anrechnen zu lassen, melden sich bitte vorab per e-mail bei der Veranstalterin.

Es gibt keine freien Plätze mehr. Es ist jedoch möglich sich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Bitte dafür eine e-mail an die Veranstalterin schicken und die Matrikelnummer nicht vergessen.

Aktuell ist aufgrund der Pandemie noch nicht klar, ob und wie Präsenzlehre im kommenden Wintersemester stattfinden kann.

Hierzu bitte auch auf weitere Informationen der TU Dortmund und der Fakultät für Informatik achten.

Bitte berücksichtigen, dass für eine digitale Veranstaltung das entsprechende technische Equipement vorhanden sein muss.


Termine

Fr 10-12 Uhr, Fr 14-16 Uhr, Mo 10-12 Uhr (geplant)

Aufgrund der erhöhten Nachfrage sind mehrere Gruppen geplant.
Die Veranstaltung beginnt in der ersten Vorlesungswoche.


Inhalt

Moderne Überwachungssysteme, Wahlbeeinflussung, Fake News und elektronische Kriegsführung sorgen für Schlagzeilen. Die wachsende Digitalisierung mit algorithmenbasierten Prognose- und Entscheidungsprozessen sowie Künstlicher Intelligenz verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Neben Chancen und einem großen Nutzen für den Einzelnen und die Gesellschaft gibt es jedoch auch Risiken und eine Diskussion über bestehende Normen und Werte ist notwendig. In diese müssen sich insbesondere Informatiker und Informatikerinnen einbringen, die in der Verantwortung stehen, Nutzer bei einem sicheren und verantwortungsvollen Einsatz digitaler Technologien zu unterstützen. Technisch machbar heißt nicht notwendigerweise gesellschaftlich sinnvoll. So können Scoring Werte z.B. für die Überwachung und Kontrolle der Bürger und Bürgerinnen benutzt werden. Eine Datenbasis, auf die algorithmenbasierte Prognose- oder Entscheidungsprozesse aufbauen, kann Verzerrungen enthalten, die zu Benachteiligungen führen können.

In diesem Seminar starten wir einen wissenschaftlichen Diskurs zu ethischen Problemen in der Informatik.
Anhand der Präsentation, der Analyse und der Diskussion von hypothetischen jedoch realistischen Fallbeispielen zu Konfliktfällen
wollen wir unser ethisches Urteilsvermögen bezüglich der Konsequenzen informatischen Handelns stärken.

Dabei werden wir uns u.a. mit den ethischen Leitlinien der GI (Gesellschaft für Informatik) beschäftigen und
die Empfehlungen zur guten wissenschaftlichen Praxis der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) behandeln.

Ausgehend von den Konzepten Verantwortung, Wert und Dilemma wollen wir uns vorbereitend mit Kants kategorischem Imperativ und dem Nutzenprinzip des Utilitarismus auseinandersetzen. Inhaltlich werden keine Vorkenntnisse aus dem Bereich Ethik erwartet, jedoch Neugierde und Interesse am Thema und eine aktive Teilnahme an den Diskussionen.


Literatur

Die Fallbeispiele, die im Seminar besprochen werden, sind in der Zeitschrift Informatik Spektrum (Springer Verlag) publiziert worden.
Die Zeitschrift ist aus dem Hochschulnetz der TU DO auch online verfügbar.

Zum Einlesen:

Zur Ethik Kants und zum Utilitarismus siehe auch Kapitel 7 und 8 in dem folgenden Buch.

    Svend Andersen.
    Einführung in die Ethik.
    De Gruyter Studienbuch (2005).

    Das Buch ist auch als e-book in der Universitätsbibliothek verfügbar.

Eine Einführung in das Gebiet der Ethik, die sich auch an Leser und Leserinnen ohne philosophische Vorkenntnisse richtet, bietet das folgende Buch.

    Matthias Lutz-Bachmann.
    Grundkurs Philosophie, Band 7 Ethik.
    Reclam (2013).

    Das Buch ist in der Universitätsbibliothek vorhanden.


Organisation

  • Voraussetzung für die Teilnahme (Studienleistung) ist die Bereitschaft, sich selbstständig mit dem Thema Ethik auseinanderzusetzen, sich aktiv an den Diskussionen und an der Gruppenarbeit zu beteiligen und Arbeitsergebnisse zu präsentieren.
  • Neben der Präsentation eines aufbereiteten Fallbeispiels, moderieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Seminars die jeweils anschließende Diskussionsrunde und verfassen ein Essay von ca 12 Seiten über den von Ihnen gewählten Themenschwerpunkt (Teil der Modulprüfung).
    Berücksichtigt werden sollte, dass die Konzentration auf eine Fragestellung bei dem Essay im Vordergrund steht und weniger eine Sammlung verschiedener Informationen. Die eigene Meinung darf im Essay ausgedrückt werden, jedoch nicht als reine Meinungsbekundung. Wichtig ist die Klarheit und Schlüssigkeit der Begründung und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Sichtweisen.
  • Die Abgabe des Essays ist als pdf-Dokument bis spätestens drei Wochen nach der Präsentation im Seminar erforderlich.
  • Dem Essay ist eine unterschriebene Erklärung mit folgendem Wortlaut beizufügen:
    Hiermit erkläre ich, dass ich mein Essay eigenständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln und der angegebenen Literatur verfasst habe.
  • Darüberhinaus liest jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin ein Essay eines anderen Teilnehmers oder einer anderen Teilnehmerin und gibt eine konstruktive Rückmeldung.


Veranstaltungmaterialien

Hier werden die Veranstaltungsmaterialien, d.h. die in der Veranstaltung benutzten Folien und Arbeitsblätter, hochgeladen. Die Lehrveranstaltungsunterlagen sind für den persönlichen Gebrauch der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung gedacht, insbesondere die elektronische Verbreitung ist ohne Zustimmung der Dozentin nicht erlaubt.

Inhalt Download Notizen
Review review.pdf
One-minute-paper one-minute.pdf
Einführung einführung.pdf Noch nicht zugreifbar

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Letzte Änderung: 06.09.2021 von B. Bollig