Randomisierte Algorithmen

3V + 1 Ü

Wintersemester 2009/10

Beate Bollig

Termine

Wann? Wo? Wer?
Vorlesung und Übung: Do 8:30 - 12:00 OH 14, R 304 Beate Bollig

Die Vorlesung beginnt am 15. Oktober 2009. Die Übung findet im Wechsel mit der Vorlesung alle zwei Wochen donnerstags von 10:00-12:00 Uhr zweistündig statt.

Studierende in den Master-Studiengängen mögen sich bitte vor Beginn der Veranstaltung bei der Dozentin melden.


Inhalt

Randomisierte Algorithmen sind eine in den Anwendungen nützliche Verallgemeinerung deterministischer Algorithmen, da sie sich häufig durch Einfachheit und Effizienz bei der Lösung komplexer Aufgaben auszeichnen und die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Verhaltensweisen wie zu lange Rechenzeiten oder die Berechnung falscher Ergebnisse oft gering gehalten werden kann.

Typische Entwurfsparadigmen randomisierter Algorithmen sind z.B.:

Die Kenntnis dieser Entwurfsmethoden kann bei der gezielten Suche nach einem effizienten randomisierten Verfahren für ein zu untersuchendes Problem hilfreich sein.

In der Vorlesung behandeln wir den Entwurf und die Analyse randomisierter Algorithmen, wobei keine tieferen Kenntnisse aus der Wahrscheinlichkeitstheorie vorausgesetzt werden. Die entsprechenden Kenntnisse werden bei Bedarf in der Vorlesung anhand von Anwendungen aus der Informatik entwickelt.

Literatur zur Vorlesung

Es gibt mehrere Standardwerke über randomisierte Algorithmen. Die Vorlesung richtet sich, wenn nicht anders angegeben, nach:

  • R. Motwani, P. Raghavan (1995). Randomized Algorithms. Cambridge University Press.
  • Eine gut lesbare Einführung in den Entwurf und die Analyse randomisierter Algorithmen bietet das folgende Buch:

  • J. Hromkovic (2004). Randomisierte Algorithmen. Teubner Verlag.
  • Kapitel 1:

    Für das Sekretärinnenproblem siehe:

  • T. Cormen, C. Leiserson, R. Rivest, C. Stein (2001). Introduction to Algorithms. Second Edition. MIT Press.
  • Kapitel 2:

    Für die Klassifikation randomisierter Algorithmen siehe auch:

  • I. Wegener (2003). Komplexitätstheorie - Grenzen der Effizienz von Algorithmen. Springer Verlag.
  • Kapitel 3:

    Für den randomisierten Miller-Rabin-Primzahltest siehe (auch):

  • M. Dietzfelbinger (2004). Primality Testing in Polynomial Time. Springer Verlag.
  • Die Nummerierung auf den Folien bezieht sich auf dieses Lehrbuch.

    Für die Generierung zufälliger Primzahlen siehe:

  • J. Hromkovic (2004). Randomisierte Algorithmen. Teubner Verlag.
  • Für das FBDD-Äquivalenzproblem siehe auch:

  • U. Schöning (1995). Perlen der Theoretischen Informatik (Kapitel 14). BI Wissenschaftsverlag.
  • Kapitel 4:

    Für das Recycling von Zufallsbits siehe auch:

  • Uwe Schöning (1995). Perlen der Theoretischen Informatik (Kapitel 17). BI Wissenschaftsverlag.
  • Kapitel 5:

  • M. Aigner und G.M. Ziegler (2004). Das Buch der Beweise. 2. Auflage. Springer Verlag.
  • Kapitel 6:

    Zum Thema Online-Algorithmen für das Seitenwechselproblem siehe auch:

  • Allan Borodin und Ran El-Yaniv (1998). Online Computation and Competitive Analysis. Cambridge University Press.
  • Kapitel 7:

    Leider existiert noch kein Lehrbuch über Sublineare Algorithmen. Einen kurzen Überblick über das Gebiet Sublineare Algorithmen bietet:

    Kapitel 7.1:

    Einen guten Überblick über das Gebiet Property Testing im speziellen bieten:

    Originalliteratur:

    Kapitel 7.2:

    Originalliteratur:


    Externe Links

    Für die Beispielalgorithmen für verschiedene Entwurfsparadigmen (Kapitel 1) siehe auch das Skript zur Vorlesung Randomisierte Algorithmen von R. Niedermeier, das über diese WWW-Seite erreichbar ist.

    Weitere Literaturhinweise auf zugrundeliegende Originalarbeiten finden sich auf den Folien zur Vorlesung.

    Begleitmaterial

    Die Folien zur aktuellen Veranstaltung Randomisierte Algorithmen findet Ihr hier .


    Übungen

    Die aktuellen Übungsblätter werden jeweils für die entsprechende Woche bis zur Vorlesung am Donnerstag hier bereitgestellt. Die Besprechung erfolgt in der nächsten Übung.


    Prüfungsform

    Fachprüfung mündlich (4SWS, 6LP), Schwerpunktgebiet 4 (Algorithmen, Komplexität und formale Modelle)

    Erwerb eines Leistungsscheins durch mündliches Fachgespräch möglich, Voraussetzung ist der aktiver Besuch der Vorlesung und der Übung.



    4.01.2010 - Beate Bollig